Projekt «Aufbruch» holt den Gold Award

Das Projekt «Aufbruch» gewinnt in der Kategorie Sonderschau den Gold Award an der GiardinaZÜRICH. Das unter der Leitung des Zürcher Kantonalverbandes von JardinSuisse, der Unternehmerorganisation Gärtner Schweiz, präsentierte Projekt zeigt eine neue Dimension des Zusammenspiels von Natur und Technik. Ein Aufbruch zu neuen Gartenwelten…

«Raum, Begegnungen, Verweilen, Eintauchen, Farbe und Wasser, das fliesst und fällt». Fasziniert vom Zusammenspiel dieser Elemente hat Rolf von Burg, Gartenarchitekt und Designer aus Zürich, für JardinSuisse mit grosser Leidenschaft das neue Projekt realisiert. Von Burg bevorzugt das Halbformale, Einfache und gibt dem Zusammenspiel aus Pflanzen und Baustoffen, Statik und Technik einen einzigartigen Reiz. Seine Vorgehensweise entspricht dabei eher der eines Innen- als der eines Landschaftsarchitekten. Er sieht seine Projekte als aussen liegende Wohnräume, die gestaltet, ausgestattet und dekoriert werden und ist überzeugt, dass die Präsentation an der diesjährigen Giardina tausende Besucher in ihren Bann ziehen wird.

Spannungsfeld zwischen Natur und Technik
«Aufbruch» ist mit rund 600 m2 Fläche die grösste Sonderschau an der Giardina. Sie sorgt im Untergeschoss der Messe für einen imposanten Eindruck und strömt dennoch Ruhe aus. Die Präsentation symbolisiert den Aufbruch zu Neuem und den Kreislauf des Lebens durch eine Vielfalt an gärtnerischen Elementen und faszinierenden Pflanzenkombinationen.
Die Besucher flanieren in einem Park mit zwei dominanten, sechs Meter hohen Rampen, von deren oberen Enden sich Wasserfälle in quadratische Becken ergiessen. Diese sind ihrerseits durch einen Kanal miteinander verbunden. Die Rampen müssen mit sage und schreibe je 10 Tonnen Gegengewicht armiert werden, um ihre Stabilität zu gewährleisten. Sie sind mit von weitem sichtbaren farblich abgestimmten Blütenteppichen bepflanzt, die beiderseits in grosszügig dimensionierte Schleppen auslaufen. Mehrstämmige hohe Waldkiefern, die von unten beleuchtet sind, säumen die Rampen beidseitig. Auf den Grünkies-Bodenflächen stehen verstreut Sitzgelegenheiten zu Verfügung. Der ganze Stand ist mehrheitlich mit einer zwei Meter hohen Stechpalmen-Hecke eingefasst, welche die visuelle Wirkung von innen massiv unterstreicht.

Bau mit Dutzenden von Gärtnerlehrlingen
Für die Bauleitung erhielt Rolf von Burg einerseits Schützenhilfe von Paul Schmid, Atelier für Gartengestaltung, Volketswil. Dazu standen den beiden Fachleuten für die gut eine Woche dauernde Bauzeit vor Ort insgesamt rund 100 Gärtnerlehrlinge zu Verfügung, welche für den Verband allesamt ehrenamtlich zupackten. So mussten beispielweise die Rampen mit je 10 Tonnen Gegengewicht armiert werden, um ihre Stabilität zu gewährleisten. Das Engagement der Zürcher Mitgliederbetriebe ist unbezahlbar, ohne diese Grundlage könnten derart aufwändige Präsentationen gar nicht finanziert werden.

Blütenteppiche aus Schweizer Produktion
Neben dem Aspekt der technischen Umsetzung geht fast verloren, dass erneut innert kürzester Zeit über 5'000 Saisonpflanzen aus einheimischer Produktion zu riesigen Blütenteppichen verarbeitet werden. Peter Hüssy, Plantiance-Produzent und Gärtnermeister aus Pfäffikon ZH, ist für diesen Part zuständig und weiss als «alter Hase», was nötig ist, um dieses Pflanzenmeer in seinen Gewächshäusern auf die Woche genau zum Blühen zu bringen. Übrigens sind kurze Transportwege für die gute Qualität und lange Haltbarkeit von Blumen und Pflanzen ein entscheidendes Kriterium.
Wer die Schweizer Produktion unterstützt, hat deshalb nicht nur länger Freude an seinen Pflanzen und hilft mit, Arbeitsplätze zu erhalten, sondern die Inlandproduktion ist auch aus ökologischer Sicht äusserst sinnvoll. Deshalb propagieren die Schweizer Gärtner seit Jahren unter dem Label «Plantiance» in der Schweiz kultivierte und unserem Klima angepasste Blumen und Pflanzen.

Ein Besuch lohnt sich
Das 600 m2 umfassende Projekt zeugt vom sprichwörtlichen Qualitätsbewusstsein und der Innovationskraft der Schweizer Gärtner. Informativ gestaltete Flyer warten mit ausführlichen Informationen auf und werden den interessierten Besuchern durch besonders gekennzeichnete Gärtner-Fachpersonen persönlich überreicht, welche auch für allerlei Gartenfragen der Besucher gerne zu Verfügung stehen. Die GiardinaZÜRICH ist noch bis am 21. März geöffnet.


GiardinaZürich auf einen Blick
Der Gärtnermeisterverband des Kantons Zürich präsentiert auf 600 Quadratmetern die eindrucksvolle Sonderschau «Aufbruch» in der Halle 1 (Untergeschoss), Stand E10

GiardinaZüRICH, 17.–21. März 2010
Messezentrum, Wallisellerstrasse 49, 8050 Zürich-Oerlikon; www.giardina.ch

Öffnungszeiten:
Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 20 Uhr, Freitag von 9 bis 22 Uhr
Samstag und Sonntag von 9 bis 18 Uhr.

Eintritt:
Tageskarte Fr. 33.--, mit dem SBB-Kombiticket 25% Ermässigung auf die Bahnfahrten, inkl. Tramtransfer und 50% auf dem Messeeintritt. Auskünfte an jedem Bahnschalter und unter www.railaway.ch/messen

<< zurück Projekt «Aufbruch» holt den Gold Award
raven.ch